Die Kunst der kleinen Pause

Die Kunst der kleinen Pause

Bist du voll im Rennen? Die Kunst der kleinen Pause – gar nicht so einfach, wie es scheint

Findest du dich besonders fleissig, wenn du deine Mittagspause zum Business Lunch erklärst? Wenn du am Schreibtisch nur ein Pausenbrot verdrückst, während du weiter arbeitest? Damit zeigst du deinem Arbeitgeber deinen Arbeitseinsatz und Leistungswillen! Denn das will dein Chef doch sehen!
Und überhaupt: Wer keine Pause macht, ist viel produktiver und erfolgreicher als all die Faulenzer, die sich regelmäßig vor der Arbeit drücken…  Das ist ein Riesenfehler! …schreibt Karrierebibel auf seiner Seite. Wenn du atemlos und pausenlos durcharbeitest und dich abrackerst, wirst du vielleicht anfangs kurz bewundert, später aber nicht mehr. Du stärkst jedoch die Auffassung, die beste Entlohnung wäre die nach Anwesenheitsstunden.

Präsenz und Anwesenheit sagen eben nichts über die tatsächliche Produktivität aus.

Und wenn du erst einmal richtig erschöpft und ausgebrannt bist, dann mehren sich auch Fehler, die du sonst nicht machen würdest. Letztlich gewinnst du nichts, außer Stress, Unzufriedenheit oder Burn-Out. Das Arbeitszeitgesetz schreibt in § 4 sehr genau vor, wie Pausen gemeint sind und für die Arbeitnehmer verpflichtend sind. Der Arbeitgeber hat diese Möglichkeit verpflichtend einzurichten. Selbst wenn du durch arbeitest ohne Pause, wird dir vom Zeiterfassungssystem die Pause von der Anwesenheit abgezogen. Kann man also Pausen „verordnen“? Wie sit da bei dir – Machst du kleine Pausen?

Wie ist das mit den Selbständigen – gibt es bei ihnen mehr Pausenkompetenz? Oder Erholungskompetenz? Meine Beobachtung ist, sie powern oft genauso. Neulich habe ich in meinem Blogartikel von der 2M-Methode berichtet, die ich anwende als Sofortmaßnahme, um akuten Stress herunter zu regulieren. Hast du sie ausprobiert?

Mitarbeiter und Führungskräfte sind heute mehr denn je gefordert, Ausgleich zur Leistung zu finden.

„Die Deutschen sind Pausenmuffel“ schreibt Melanie Kohl unter dem Titel „Die große Kunst der kleinen Pause“ in Wirtschaftsfaktor Gesundheit 2015. Auch auf ihrem Blog geht sie darauf ein und gibt weitere Tipps.

Grundsätzlich ist die Pausenregelung sicher ein Thema, wenn es um Betriebliche Gesundheitsförderung geht. Die organisatorische Einbindung in den Ablauf der Arbeitsstunden ist meist vorhanden. Ausgenommen der Mitarabeiter oder die Führungskraft arbeitet die Pausenzeiten einfach durch, obwohl es anders vorgesehen ist. Wenn im Unternehmen ein guter Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern gepflegt wird, ist das sicher ein wichtighes Diskussionsthema.

Für ein Zeitfenster von 90 Minuten halten wir mit unserer Konzentration gut durch. Nach 70 bis 80 Minuten schaltet der Körper in den Erholungsmodus um und es ist eine kurze Pause angesagt. Eine Mini-Pause. Sie beugt Müdigkeit vor und steigert die Leistung.

Bewusst Pause machen!

Unterbrich deine Tätigkeit und tue gezielt etwas anderes. Nach sitzender Tätigkeit ist es eratsam, die Pause mit Bewegung oder Entspannung zu verbringen. Mach das Fenster auf, atme tief durch, fokussiere dich auf den Atem und geniesse, wenn möglich, die Stille!

Mehrere kurze Pausen und Kontrasterlebnisse

Nutze den höchst möglichen Effekt der Pause: Mini-Pausen mindestens fünf Minuten lang! Lange Pausen unterbrechen den Arbeitsfluss viel zu sehr. Sitzt du bei deiner Arbeit immer am Bildschirm, dann suche ein Kontrasterlebnis, gehe raus in die Natur.

Was tust du zum Ausgleich?

Herzlichst
Ute – dein Ermutigungscoach

Selbstbestimmt kontra soziale Unsicherheit

Selbstbestimmt kontra soziale Unsicherheit

Selbstbestimmtes Sozialverhalten trifft auf soziale Unsicherheiten

Wenn ein Lehrer in der Schule eine neue Klasse übernimmt, erwartet er bestimmte soziale Verhaltensweisen, dem Alter der Kinder entsprechend und aufgrund dessen, wie man im Allgemeinen altersgemäß Kinder erlebt und deshalb auch einschätzt. Vielfach erwerben Kinder ihr Verhalten „so nebenbei“ und selten denken wir weiter darüber nach. Tatsächlich leiten Kinder aus ihren eigenen Erfahrungen ihr Verständnis ab, wie Menschen ticken, wie Situationen verlaufen,wie Ereighnisse normalerweise sind. Sie erleben Dinge und fühlen Angst oder Frust, Enttäuschung oder Glück. Dies immer mit Bildern gekoppelt, die sie aus Erlebnissen heraus mit diesen Gefühlen zusammen bringen.

Abwarten können, mit anderen gerne teilen, am Geschehen aktiv teilnehmen,

…im Austausch miteinander Gesprächsregeln beachten, Kontakt zu Mitschülern aufnehmen, sachbezogen diskutieren usw., all das sollte ein Schüler beherrschen. Ähnlich erwarten wir es in der Arbeitswelt: Mitarbeiter sollen geduldig sein können und kooperativ in der Zusammenarbeit mit Kollegen und Kunden. Erwünscht ist aktiv lösungsorientiertes Agieren, Offenheit für Kontakte und teamorientiertes Verhalten. Sachverhalte sollen sachlich diskutiert werden können. Erwartet ist Sozialverhalten Eins A, bitteschön mit Perfektion und freundlichem Lächeln. Das bei hoher Arbeitseffizienz und vor allem mit Begeisterung für das Unternehmen und die Produkte!
In dieser Leseprobe habe ich heute (15.12.2017) einige Fakten dazu gefunden.

Unternehmen erleben unsichere Mitarbeiter, fehlende Begeisterung, abgegrenztes Verhalten

Täglich stellen wir fest, die Verhaltensgrundlagen sind unzureichend vorhanden und es ruckelt in der Kommunikation. Was kann man tun? Mit dem Verstehen, was sich hinter sozialen Unsicherheiten verbirgt, öffnen wir Türen und gehen gleichwertiger mit unseren Mitarbeitern um.

Unsicherheiten entstehen durch erlebte Ängste, wenn Ablehnung oder Bewertung erlebt wird. Menschen fühlen sich ausgegrenzt und in ihrer Ganzheit nicht angenommen, also abgelehnt. Dies fällt nicht immer auf, denn es betrifft auch Menschen, die scheinbar angepaßt leben, problemos sich auf Lebens- und Arbeitsbedingungen einlassen, dennoch Gruppenaktivitäten meiden und weniger soziale Interaktionen für sich finden. Manchen fällt spontane Freude auch schwer, unkompliziertes Lachen und Fröhlichsein sind sie nicht gewohnt. Sie weichen Blickkontakt aus, gehen unsichr mit klaren Worten um und fragen wenig, aus der Sorge heraus, vielleicht missverstanden zu werden und nicht gut genug zu sein.

Was wir als „normal“ und „üblich“ verstehen ist noch lange nicht optimal

Kinder lernen aus dem Verhalten ihrer Bezugspersonen und leiten ihr Verständnis „so funktioniert das Leben“ daraus ab. Sie knüpfen daran die Folgerung: So ist das Leben „normal“. Ob dies gelernte Verhalten uns später als Erwachsene nützlich ist und zu guten Beziehungen hilft oder nicht, danach fragt unser Unterbewußtes nicht wirklich. So führen erlebte Krisen oder existenzielle Veränderungen oft zu Unsicherheiten und Angst, die uns hindert, begeisternd uns Aufgaben zu widmen oder helfend die Teamarbeit zu bereichern. Bist du Kollege oder Führungskraft und kennst solche Situationen? Kennst du sie vielleicht auch bei dir selbst?

Verhalten kann sich ändern und neu entwickeln, Mut lernen ist der erste Schritt

Gerade unsichere Menschen haben viel Potential in sich, das gilt es zu entdecken! Täglich das Selbstbewusstsein stärken, ist die Aufgabe. Das ist Persönlichkeitswachstum, wissenschaftlich oft bewiesen. Was kanst du tun, wenn du dich unsicher fühlst? Ich empfehle, besorge dir ein MUT-Buch, das schon vom Äußeren her dich einlädt, es täglich in die Hand zu nehmen und mit deinem Lieblingsstift hinein zu schreiben. Schaue täglich auf das, wofür du dankbar bist! Das schreibe auf. Dann sieh auf das, was dir an diesem Tag gut gelungen ist! Schreibe auch Kleinigkeiten auf. Gut ist, wenn du für beide fragen jeweils mindestens fünf Antworten findest und aufschreibst! In diesem Fall wird Beharrlichkeit dir helfen, die Übung jeden Tag umzusetzen.

Das ist praktizierte Selbstermutigung, die dich stark macht

Welche Erfahrung machst du damit? Entdeckst du Veränderungen? täglich deine Gedanken in dein MUT-Buch aufzuschreiben, das ist praktizierte Selbstermutigung. Was hast du davon, was bringt es dir? Du schärfst den Blick für kleine Ereignisse, die dein Leben erfreuen und wertvoll machen. Genau das ist es! Du wirst dir von Woche zu Woche immer ein bisschen mehr zutrauen, mehr und besser mit anderen ins Gespräch gehen und für dich täglich mehr Selbstsicherheit gewinnen.
Vielleicht fragst du, wie lange muss ich das denn üben? Es gibt nur eine Wirkung, das ist eine Wirkung, die dir nützlich ist! Tust du nichts, dann tut sich auch nichts bezüglich deiner Unsicherheit. Jeder Tag, an dem du etwas tust, bringt dich weiter! Immer einen Schritt. Viele Tage Übung bringen dich viele Tage weiter. Eine Beratung hilft auch, die eigenen Stolpersteine zu finden und sie zu verändern, du kannst mir gerne auch schreiben.

Bei unerwarteten und schwierigen Ereignissen übe ich das auch heute noch. Und es hilft mir heute fast sofort.
Deshalb entwickle ich gerade einen Kurs, in dem man Mut und Ermutigung lernen kann. Der Schnupperkurs ist ein Minikurs „Erfolgreich handeln“ und öffnet schon bald seine Türen zur Anmeldung. Während der Teilnahme am Kurs wirst du bereits mutiger werden, Freude an der Umsetzung der Inhalte haben und an deiner Stärke wachsen. Du wirst aufrechter durch deinen Alltag gehen und neugierig deine nächsten Schritte umsetzen.

Herzlichst

Ute – dein Ermutigungscoach

PS: Hier kannst du den Grad deiner inneren Stärke messen und den Test für dich auch auswerten.

Mit Coaching und Strategie zur Umsetzung

Mit Coaching und Strategie zur Umsetzung

Wozu brauche ich ein Coaching, wozu Strategie?

Es kann dir jemand die Tür öffnen, aber hineingehen musst du selbst!

Du hast Hunger und möchtest ins Restaurant eine Pizza essen gehen. Du stehst außen und liest die Speisekarte. Klingt gut, was du da liest! Da geht jemand durch die Tür, sieht dich und hält dir die Tür auf. Gehst du durch die Tür hinein? Oder bleibst du draußen stehen?
Verrückte Frage, denkst du! Natürlich gehst du hinein.

Coaching ist wie wenn ich dir die Tür öffne!

Du erzählst mir dein größtes Problem. Du suchst eine Antwort auf deine Fragen. Du drehst dich mit deinen Gedanken immer im Kreis. Immer die gleichen Selbstzweifel. Immer das Misstrauen, dass du es nicht schaffst. Das blöde Gefühl in der Magengrube „die anderen können alles besser“. „Wie komme ich endlich weiter?“ fragst du dich immer und immer wieder.
Du gehst am Abend schlafen und sagst dir: „Ab morgen wird das besser!“

Der nächste Morgen ist da…. nichts ist besser! nichts ist anders! Hallo Zweifel, da bist du wieder!“ und „Hallo Frage, ich kenne dich schon auswendig, so oft habe ich mich mit dir beschäftigt!“

Ich will etwas ändern, ich buche mir das Strategiegespräch! Hier klicken!

Du buchst dich ein. Das erste Telefonat ist gratis! Das macht es leichter.
Ich sende dir kurz vor dem Termin einen Link für den gemeinsamen Zoom Call. So wirst du mich dann sehen können und ich auch dich.
Die Zeit ist da und du wählst dich ein. Beim ersten Mal mußt du ein kleines Modul bei dir installieren, das dir die vertrauliche Datensicherheit gewährleistet. Da hört keiner sonst mit. Ganz easy.
Vielleicht hast du dir einen Kaffee, einen Tee oder anderes mit gebracht… Und dann geht es auch schon los. alles so easy…. „Viel mehr easy, als ich dachte“ sagst du zu dir. Ja genau! Und dennoch…

Vertrauliches Gespräch und klare Kante gegenüber dir selbst!

Es braucht deine Entscheidung. Jede Entscheidung braucht Mut. Diesmal ist es der Mut, für dich selbst gut zu sorgen. Du kannst nur gewinnen!
Vertraulichkeit und Datenschutz ist gewährleistet, versprochen! Na los, trau dich!

Hier klickst du zum Strategiegespräch! Ich freue mich auf dich!

Herzlichst
Ute – dein Ermutigungscoach

PS. …und bleib neugierig!

Was hat das für einen Sinn? Der Weg einer Antwort

Was hat das für einen Sinn? Der Weg einer Antwort

Heute ist Montag, schon wieder Arbeiten… was hat das für einen Sinn?

Fragst du das manchmal? Soll der Sinn doch angeflogen kommen! Ich hab da keine Lust drauf! Immer nur für den Chef. Niemand erkennt das an. Und heute ist Montag Morgen. Du drehst dich noch einmal um. Ein zweites Mal kriechst du unter die warme Decke. Und dann ein drittes Mal. KLINGELING… schrillt der Wecker wieder. Unerbittlich laut, nicht zu überhören. Dann endlich schlägst du die Decke zurück, setzt dich auf die Bettkante. Du gähnst, als ob du alles verschlingen wolltest… und stehst auf und gehst ins Bad. Mit deinem Morgenritual – duschen, Haare richten, vielleicht schminken – und dann geht es wieder weiter, die Routine hat dich wieder eingefangen und in die Realität transportiert. Das Frühstück machen… Kaffee jetzt…

Gib die Frage „was hat es für einen Sinn“ bei google ein und du hast 64.900.000 Antworten!

Ich habe diese Frage im Blog von Lilies Diary gelesen. Sie erzählt: Sie hat sich in der 12. Klasse für eine Rolle eines Theaterstückes beworben und tierisch darauf gefreut! Sie malte sich aus, wie schön das sein könnte… und dann bekam sie die Rolle nicht. Sie heult fürchterlich, ist völlig verzweifelt über die entgangene Chance. Warum ist das Leben nur so schlecht zu ihr? Sie schmiss alles hin, gab die ganze Gruppe auf. In dieser Stimmung geht sie zu einer Party und begegnet dort ihrem Traummann… Viel später erst blickt sie zurück und stellt fest, das Leben hat Lily statt der Theaterrolle ihren Traummann geschenkt! Es ist vielleicht doch was dran, an dem Sinn fürs Leben… ??

Prominente Schriftsteller beantworten die Frage nach dem Sinn des Lebens

In einer der renommiertesten Zeitungen DIE ZEIT schreiben 15 prominente Schriftsteller unter der Rubrik „Arbeit“. Sie versuchen, Antworten darauf zu geben.
Da gibt es welche, die fühlen sich von der Frage überfordert, schauen auf andere und gelangen zu der Überzeugung:
„Nehmen Sie einmal an, das Leben habe einen Sinn, und dann suchen Sie ihn, indem Sie leben.“
So einfach könnte es sein… und dennoch bohrt die Frage in dir und auch in mir weiter.

„Postwendend erklären, dass das Leben einen Sinn hat, das ist viel verlangt!“
So stöhnen andere, wenn sie die Frage gestellt bekommen. Man überlegt, aus Schwierigkeiten einen Sinn abzuleiten. Wenn es denn gut aus geht, dann könnte es Sinn haben? Wo aber bleiben die Schwierigkeiten? In den Schieflagen auch noch einen Sinn sehen?

Die Erklärung nach dem Sinn dieser Ereignisse will nicht wirklich gelingen. 

Und weiter auf den zahlreichen Seiten in DIE ZEIT: Die Schriftstellerin Luise Rinser (1911 – 2002) sinniert darüber nach und meint:
„Es ist letztlich eine Liebesordnung. Sie stehen darin, wir alle tun es. Sie können diese Ordnung in Unordnung bringen durch böse, lieblose Taten und Gedanken. Sie können die Ordnung festigen durch Gutes. Der Sinn Ihres Lebens ist: die Ordnung der Liebe festigen…“
Dabei ist Rinser auf den Sinn des Ewigen Lebens gestossen und hinterfragt dies sehr klar. Wie gut es ist, eine Ordnung zu haben statt der Unordnung, das lernen wir erst zu schätzen, wenn Chaos ausbricht.

Andere sagen:
„Fragen Sie nicht danach, sondern leben Sie, wie man leben soll: sein Tagwerk getreulich erfüllen, Menschen lieben, Gutes tun in vieler Form und die Erde lieben und ihren Schöpfer, dann erfahren Sie ganz von selbst, dass das Leben einen Sinn hat, auch wenn Sie ihn nicht benennen können, sondern ihn nur fühlen.“
Ich persönlich bin davon überzeugt, wir würden heute  ähnliche Antworten finden, wenn wir unserem Umfeld diese Frage stellen würden.

Etwas ratloser wirkt Gregor Rezzori und will der Frage lieber ausweichen.
„Ich könnte Ihnen auch schreiben: Der Sinn des Lebens liegt darin, nach des Lebens Sinn zu fragen. Das kommt auf’s gleiche heraus: indem Sie fragen, erfüllen Sie den Sinn Ihres Lebens – nämlich, indem Sie leben. Wer nicht mehr fragt, lebt nicht mehr. Zu den trübsten Erscheinungen des Alterns gehört es, daß man das Fragen aufgibt. Seien Sie froh über Ihre „bohrende“ Frage.“

Macht die Frage nach dem Sinn des Lebens Sinn?

Wenn du dies liest, dann interessiert es dich auch, ob dein Leben einen Sinn hat! Wenn wir ehrlich sind, geraten wir hinein in die Frage nach dem Sinn unserer Existenz. Menschen, die in Probleme geraten, neigen zu Depressionen und wenn es ganz schlimm kommt, besteht die Gefahr für Suizid.
Einer, der auch hinterfragt hat, welchen Sinn sein Leben hat, war Viktor E. Frankl. Er war gleichzeitig mit dem Schlimmsten nur Vorstellbaren konfrontiert, er lebte Jahre im KZ und verlor dort seine ganz Familie. Ich habe ein Buch von ihm gelesen, das hat mich erst erschreckt, dann gefesselt, und bis heute läßt es mich nicht los.
Viktor Emil Frankl war Sohn einer jüdischen Beamtenfamilie. 1923 schloß er sein Studium ab in Psychologie und studierte Medizin. Dabei  interessierten ihn vor allem die Schwerpunkte Depression und Suizid. In der damaligen Zeit gab es immer wieder suizidgefährdete Schüler, vor allem zur Zeit der Zeugnisausgabe. Frankl gründete 1928 Jugendberatungsstellen in Wien. Zwei Jahre später organisierte er eine Sonderaktion zur Zeit, als es wieder Zeugnisse gab. Und er schaffte es, zu dieser Zeit gab es keinen einzigen Suizit von Schülern. Da horchte man auf, sogar international wurde dies bekannt und seine Arbeit mit der Sinnhaftigkeit des Lebens wurde bekannt.

Lass mich es so erklären, was Viktor E. Frankl meint, denn seine Sicht hilft auch mir, mit den Herausforderungen des Lebens besser bis gut klar zu kommen:

Wer um einen Sinn seines Lebens weiß, dem verhilft dieses Bewußtsein mehr als alles andere dazu, äußere Schwierigkeiten und innere Beschwerden zu überwinden. Viktor E. Frankl

Dieses Bewußtsein bekommen wir leichter, wenn wir aktiv Handelnde werden in allen Lebenslagen. Was heisst das? Wenn wir Herausforderungen haben, wenn Situationen schwierig sind, dann können wir überlegen: Was kann ich aktiv tun, um zumindest ein klein wenig eine Änderung des eigenen Standpunktes, der Sitiuation oder des Sachverhaltes zu gewinnen. Genau dadurch wird es anders! Genau dadurch wird es vielleicht leichter? Und genau dann sind wir im TUN, in der Veränderung, in der aktiven Lebensgestaltung! Frankl hat die Grauen des KZs überlebt und begründet dann in der Logotherapie sein Wirken.

Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu antworten – das Leben zu ver-antworten hat. Viktor E. Frankl

Das heißt also, das Leben fragt dich und mich! Und du und ich haben Antworten und Lösungen zu finden. So einfach ist es. Was mich besonders freut, ist dies: Die Sichtweise Frankls kombiniert sich genau da mit der Sichtweise Alfred Adlers aus der Individualpsychologie. Wenn wir Handeln, erleben wir uns in der Selbstwirksamkeit. Noch so ein schwieriges Wort… Unser Handeln bewirkt etwas, das ist die Selbstwirksamkeit, nämlich wir selbst bewirken etwas!!! Hurra! Wir sind deshalb nicht länger Opfer einer Situation und nicht mehr hilflos. Schauen wir es uns dann vom Ende her an, also was es letztlich bewirkt, was anders wird. Also bleib dran, kleine Veränderungen bringen ganz große Wirkung!

Was es dir bringt, deinen persönlichen Sinn für deinen Tag jetzt und hier zu suchen

Ich schreibe das hier für dich, weil es in meinem Leben ganz viel mir bedeutet. Die Sichtweise Frankls bezüglich dem Sinn im Leben und die Sichtweise Adlers, dass nur das Tun Veränderung bringt und Knoten löst, das ist so wahr! Durch mein Tun verändere ich jede Situation. Manchmal ein ganz klein wenig, nur, andere Male große Veränderungen. Und dann gibt es Rückschläge, ich komme ins Stolpern, mache Fehler. Dann greift die Ermutigung ein, die mir hilft, an meine Fähigkeiten zu glauben. Ich weiß dann wieder, daß ich mein Bestes gebe. Und ich erlebe dass sich dann manches ändert. Und im Tun kommt dann auch der Erfolg!

Zurück zur Eingangsfrage nach dem Sinn der Arbeit:

  • Welchen Sinn hat dein Tun gerade jetzt?
  • Was ist der Sinn deiner Arbeit?
  • Welchen Sinn gibst du deiner Arbeit, gerade heute?

Welches ist dein größtes Problem, für das du Veränderung suchst? Wenn dich der Schuh drückt und du nicht weiter weißt, buche dir ein gratis Strategiegespräch.
Schreib mir in die Kommentare oder eine direkte Mail HIER.
Und bleib neugierig…

Herzlichst
Ute – dein Ermutigungscoach

Wie du Ärger SOFORT abstellen kannst | Finde Gelassenheit

Wie du Ärger SOFORT abstellen kannst | Finde Gelassenheit

Wie du Ärger SOFORT abstellen kannst | Finde mit 2M Methode Gelassenheit

Stehst du am Morgen auf und dir fällt kurz danach der unangenehme Termin ein, der nachher im Büro auf dich wartet? Gleich fühlst du einen Anflug von schlechter Laune. Du erinnerst dich an die letzte Situation mit dem schwierigen Kunden, der in seiner Wortwahl ausfällig wurde. Die Reklamation der Ware konnte deshalb nicht schneller erledigt werden. Bei dem GEdanken daran schmeckt dir der Kaffee nicht, den du sonst morgens liebst. Selbst dein Frühstück kann deine Laune nicht verbessern.
Solange wir entspannt und locker sind, fühlen wir uns wohl.

Ärger löst im Gehirn Alarm aus

Bei Ärger schaltet unser Gehirn auf die gleiche Reaktion wie bei starken Schmerzen: Es schüttet verstärkt Adrenalin aus, ein Stresshormon. Dies suggeriert uns, dass Gefahr droht und es Schwierigkeiten gibt. Wir können uns selbst in Ärger und Wut immer weiter hinein steigern und diese Gefühle noch verstärken, wenn wir uns davon mitreissen lassen. Das Ergebnis wiederum gefällt uns nicht, weil wir durch diesen Stress enorm viel Energie verschwenden.
Der entstehende Stress schadet auf Dauer unserer Gesundheit. Manche reagieren mit Kopfschmerzen darauf, andere mit Magenkrämpfen, Schlafstörungen und Übelkeit, längerfristiig kannst du ernsthaft krank werden.

Die 2M Methode hilft dir, mit Ärger und Wut anders umzugehen

Besonders geeignet ist die 2M Methode, die ich dir hier vorstelle.
Wenn du spürst, wie Ärger in dir hoch kommt, unterbrich deine Tätigkeit und suche dir für eine kurze Unterbrechung einen ruhigen Platz. Setze dich entspannt hin und stelle deine Stoppuhr im Handy auf zwei Minuten ein. Danach leg das Handy daneben, kontrolliere deinen Körper, ob du entspannt und aufrecht sitzt, deine Schultern locker sind, deine Arme entspannt liegen, deine Füße beide Bodenkontakt haben. Hilfreich ist, die Augen zu schließen, wenn du das gar nicht magst, suche mit den Augen einen ruhigen Punkt zum Anschauen. Dann beginne mit tiefem Einatmen in den Bauch… danach langsam Ausatmen… schön langsam… wieder in den Bauch EINATMEN…. und dann langsam wieder AUSATMEN… immer wieder… lass deine Gedanken laufen, kehre mit deiner Aufmerksamkeit zum Atmen zurück und spüre in dich hinein…. bis der Wecker klingelt… richte dich dann auf, stehe auf, recke und strecke dich, vielleicht auch die Arme und Beine ausschütteln. Damit findest du deine Aufmerksamkeit und Konzentration auf deine Aufgaben wieder.

Aktuelles Video zur 2M-Methode für mehr Gelassenheit! Hier klicken!

Das Video steht auf Facebook und sollte öffentlich zu sehen sein, wenn du auf den Link gehst.

So gewinnst du Glück und Gelassenheit wieder

Probiere aus, morgens 2M in dein Morgenritual einzubauen und den Tag mit der Atemübung und Gelassenheit zu starten. Du wirst zufriedener und zuversichtlicher in schwierigen Situationen sein. Wenn dich der Ärger tagsüber einholt, unterbrich deine Tätigkeit und lege eine 2M Pause ein! Dein Tag wird besser laufen und viele Dínge gelingen besser. Du bewahrst dir Freundlichkeit und Humor und dein Umfeld wird es positiv aufnehmen. Wenn du am Feierabend nach Hause kommst und deine dritte 2M Übung durchführst, hast du einen super guten Start für private Aktivitäten oder Zeit für dich selbst.

Wie du nach der Arbeit auch sonst noch besser Abschalten lernst:

Gratis E-Book „ABSCHALTEN“, hier zum Download!

Ich freue mich, wenn du mir deine Erfahrung in der Anwendung von 2M schreibst, denn ich sammle gerade die Erfahrungen für die Beobachtung der Wirkung bei Anwendung im Alltag!
Gute Erfahrungen wünsche ich dir und viel Erfolg bei mehr Gelassenheit ohne Ärger im Alltag

Herzlichst
Ute – dein Ermutigungscoach

Mitarbeiter sind Markenbotschafter – was im Team verbindet

Mitarbeiter sind Markenbotschafter – was im Team verbindet

Was Mitarbeiter im Team verbindet, wie sie Markenbotschafter werden

Ein gemeinsames Ziel kann sein: Wandern, Schwimmen, Radfahren, Abnehmen, Interesse an Kräutern, Naturmedizin, Handarbeiten, Basteln, Musik. Für dieses Ziel bringt jeder sich ein und damit lernt einer vom andern. Gemeinsam holt man Spezialisten für Vorträge. Man plant Aktionen unter dem gemeinsamen Thema und hat zusammen Freude. Oder man fühlt sich gesünder, entwickelt Begeisterung an sportlichem Wettkampf. Es wird zusammen musiziert oder Konzerte besucht. Das Gemeinsame verbindet. Das Verbindende macht Spaß. Es fördert, dass Einzelne sich einbringen für ein schönes Miteinander. Für ein Unternehmen bedeutet es, Mitarbeiter zu haben, die sich mit dem Ziel bzw. Produkt identifizieren und so Markenbotschafter sind.

Jeder ist wichtig für das Funktionieren der gemeinsamen Zeit, so wächst die Zugehörigkeit

Genau das ist wichtig für das gemeinsame Arbeiten: Die eigenen Fähigkeiten einbringen, damit Teamarbeit funktioniert. Damit wird Zugehörigkeit erreicht und einzelne sind wichtig für das gesamte Ergebnis, im Falle des Unternehmens also wichtig für den gemeinsamen Erfolg. Die Neurowissenschaft beweist uns das wiederholt mit Studien.

Am Brand Day 2017 im Februar in Düsseldorf hat Carmen Brablec ein Beispiel gebracht: Mit den drei Werten „herausfordernd“, „ästhetisch“, „dynamisch“, die sich alle drei mit „Freude am Fahren“ verbinden, definieren viele Menschen heute in ihren Köpfen das bayrische Auto. Oder neutral gedacht: Man suche drei Werte, die zusammen passen und ebenso zum Produkt passen und sich im Verständnis damit gut verbinden. In der Folge dies konsequent mit Leben füllen, so entwickelt es sich zu einer Marke. Dann ist der Wunsch logisch als Folge, das ganze Unternehmen mit seinen Mitarbeitern auf diese Spur zu holen. Die Mitarbeiter füllen das Unternehmen und seine Produkte mit Leben. Das ist Markenbildung für das Produkt oder die Dienstleistung. Warum ist das so wichtig? Menschen kaufen bei Menschen und nicht bei Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, Mitarbeiter nicht mehr länger als funktionierendes Rad im System der Produktion zu sehen, sondern sie mit ihren Fähigkeiten als Persönlichkeit zu integrieren und für das Funktionieren der Gemeinschaft die ermutigende Weichenstellung vorzunehmen. Es braucht immer zwei, die Führungsverantwortlichen und die Mitarbeiter im Team ebenso.

Mitarbeiter sind Botschafter und tragen die Werte in Verbindung mit dem Produkt in die Welt

Überlegen wir uns also gut, wofür wir künftig stehen wollen! Dies gilt für Mitarbeiter genauso wie für die Unternehmensleitung. Hast du Werte im Unternehmen? Findest du als Mitarbeiter Werte im Unternehmen? Und lebst du das selbst, ganz persönlich? Die Fahne damit beschriften reicht leider nicht aus, wenn wir der Werte Theorie keine Taten folgen lassen. Und wiederum sind wir bei der alten Weisheit: Nur dein Tun bringt dich weiter!

Gelebte Werte formen die Marke

Wenn Unternehmen ihre Werte entwickeln möchten, helfe ich unterstützend dabei. Dann ist es gut, aus Führungskräften und Mitarbeitern ein Team zu bilden. Einige grundsätzliche Fragen können im größeren Kreis abgefragt werden und das Team arbeitet mit den Ergebnissen daran weiter. Es ist ein Prozess, der bis hin zur Außenwerbung Einfluss hat. Der Erfolg stellt sich längerfristig ein. Neues Kundeninteresse findet sich und bessere Mitarbeiterbindung ermöglicht eine Besserung des Arbeitsklimas. Es lockt junge Mitarbeiter und Auszubildende und macht neugierig auf ein interessantes Unternehmen, in dem Arbeiten begeistert und Spass macht.

Werte brauchen Klarheit in der Definition

Was genau meine ich mit den Worten, mit denen ich die angestrebten Werte definiere? Darüber muß man schon mal länger nach denken. Die Schwarmintelligenz des Unternehmens selbst wird dabei helfen, Worte zu finden, die im Verständnis von allen mitgetragen werden können. Es muß nicht mit Perfektion schon vorhanden sein, manche Werte entwickeln sich aus dem Bedürfnis heraus. Was brauchen die Mitarbeiter? Was wäre nice to have? Was ist realistisch möglich und umsetzbar? Frage deine Mitarbeiter! Werte können und dürfen sich auch weiter entwickeln.

Werte müssen ECHT sein

Gerade schon am Anfang dieser Neuausrichtung im Miteinander des Unternehmens müssen die Werte echt sein. Jeder muß mit der Seele diese vertreten können und sich gut dabei fühlen. Es wird dazu führen, dass künftige Bewerber schon bei der Einstellung geprüft werden, ob sie die Wertehaltung am künftigen Arbeitsplatz leben wollen. Wenn ein Bewerber nicht paßt, ist ein NEIN manchmal besser, als später einen „Saboteur“ im Team zu haben. Unweigerlich werden Führungskräfte und Mitarbeiter sich weiter entwickeln hin zu einem wertschätzenden Miteinander. Insgesamt wird nur so Unternehmenserfolg in der Zukunft sich einstellen. Eine gute Wertekultur wird Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit bringen.

Werte haben Relevanz für das Unternehmen und die Kunden

Wie wichtig dieses Thema ist, wird uns klarer, wenn wir dies ernst nehmen: Menschen kaufen bei Menschen und nicht bei Unternehmen! Früher sprachen wir vom Verkaufsgespräch, heute ist es Beziehungsaufbau zum Kunden. Wenn ein Mitarbeiter keine Beziehung zum Team und dem Unternehmen aufbaut, dann wird er kurzfristig auf dem Absprung zum Mitbewerber sein. Menschen bringen ihre Fähigkeiten dort ein, wo sie sich integriert fühlen. Sie möchten bezüglich ihren Arbeitsaufgaben sich nützlich und auch wichtig fühlen, das ist die Voraussetzung zur persönlichen Entwicklung.

Werte müssen ÜBERSETZBAR sein

Wählen wir für die Werte Worte aus, die verständlich sind in der Bedeutung. Die Schwarmintelligenz des Unternehmens anzapfen, ist auch hierbei hilfreich. Für alle verstehbar und im Alltag lebbar, das ist Voraussetzung und gleichzeitig das Ziel. Kurze und verstehbare Worte wählen, ist eine Hilfe. Wenn ein Unternehmen eine ganze DIN A 4 Seite braucht, ihre Werte zu erläutern, dann ist vielleicht bei deren Entwicklung etwas schief gelaufen. Möglichkeiten, an den Werten dran zu bleiben, gibt es viele. Einen Arbeitskreis bilden, Werteposter erstellen, kleine inhaltliche Posts usw. können die Werte „übersetzen“ bzw. ins alltägliche Geschehen transportieren. Noch besser sind Erfahrungen damit, die man sammeln kann. Das ist die Übersetzung in den Alltag! Damit ist sicher gestellt, dass jeder Mitarbeiter es nicht nur verstanden hat, sondern auch bemerkt, in welchen Situationen die Werte gelebt und erlebt werden.

Bist du schon Markenbotschafter? oder was fehlt dir dazu, dass du einer bist?

Wann startest du mit deinen Werten? Welche Werte wählst du für dich und dein Leben aus?
Ich bin gespannt auf deine Meinung dazu in den Kommentaren.

Herzlichst
Ute – dein Ermutigungscoach

Fotonachweis: Pixabay, kein Bildnachweis notwendig

Dein TUN zum Erfolg und die Selbstverantwortung

Dein TUN zum Erfolg und die Selbstverantwortung

Was dein Tun mit Selbstverantwortung zu tun hat

Kennst du das auch? Manchmal nehme ich mir etwas zum Erledigen vor. Dann verschiebe ich es, ich habe keine Lust. Oder ich denke, nicht jetzt! Oder ich zweifle, ob das wirklich eine gute Sache ist? Oder du lädst ein zu einem Fest oder in einem Verein zu einer Veranstaltung. Du zweifelst, ob wirklich genug Anmeldungen kommen werden?

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Social versus real – Macht der neuen Medien

Social versus real – Macht der neuen Medien

Social versus real – Die Macht der neuen Medien

Was Dr. Michael Blume, Keynote Speaker und Religionswissenschaftler, dazu sagt

„Der Referatsleiter im Staatsministerium Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume, veröffentlichte nach klassischen Sachbüchern eine erfolgreiche eBook- und Taschenbuchreihe bei dem von seiner Frau gegründeten sciebooks-Verlag. 2015/16 leitete er das Sonderkontingent für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak, mit dem 1.100 überwiegend yezidische Opfer des so genannten „Islamischen Staates“ aus dem Irak nach Deutschland evakuiert wurden. Zudem lehrt Blume an Hochschulen, zuletzt 2017 Berufs- und Medienethik am KIT Karlsruhe. Seine Forschungsschwerpunkte sind neben Religionen, Religionspsychologie, Hirn- und Evolutionsforschung auch Medien- und Netzkultur.“
Zum Auftakt der jährlich in Fulda stattfindenden Technologie- und IT-Messe ‚fibit 17‘ war am Vorabend Keynote Speaker Dr. Michael Blume, Religionswissenschaftler, zum Thema „Social versus real – Die Macht der neuen Medien“ angekündigt. Auf meine inneren Fragezeichen bezüglich der Verbindung dieses Themas zur Religionswissenschaft las ich im fibit 17-Flyer das Vorgenannte.

Wie bauen Menschen ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung auf?

So lautete die Frage. Die ersten Städte bauen Ampelanlagen an den Fußgänger Überwegen auf dem Boden ein. Worauf springt unser Gehirn an? Was ist neu an den Medien und ihrer Macht? Die Erfindungen von Schriften und Buchdruck und auch des ersten Automobils waren bahnbrechend für die Entwicklung der Gesellschaft. Die Bedeutung der sozialen Medien heute ist vergleichbar mit der Sprache.

So funktioniert Wirtschaften in sozialen Zusammenhängen

Wir sind ultrasoziale Lebewesen, die sich selbst in ihr Umfeld integrieren. Unser Verhalten ist geprägt von einer evolutionären Sehnsucht nach Anerkennung, sagt Blume. Wenn Menschen früher auf der Jagd waren und gute Beute gemacht hatten, dann haben sie anderen etwas davon abgegeben. Man definierte sich über das Funktionieren der Gemeinschaft. Der Pfeil, mit dem die Jäger unterwegs waren, wurde von den Frauen angefertigt. Ein mit diesem Pfeil getötetes Tier gehörte in der Folge der Pfeilherstellerin und nicht dem Jäger. Folglich war der Jäger mit einer großen Beute sehr angesehen, denn er sorgte für das Funktionieren der Gemeinschaft, in der er lebte. So war das selbstverständlich, denn so funktionierte das Wirtschaften in sozialen Zusammenhängen.

Die Macht der Likes und unsere starke Sozialität

Wir Menschen knüpfen zu jeder Zeit an unsere Urinstinkte an. Beispiel hierfür ist das Foto hier, was siehst du darauf zuerst? (Sieh dir zuerst das Foto an!)
Die Kirche ist bekannt als „Chicken Church“. Eine geringe Andeutung reicht aus, um unsere Annahme für unsere soziale Kognition zu bilden. Wir leben und brauchen eine starke Sozialität!

Chemtrails? Wie Menschen und ihre Meinungen sich multiplizieren

Hast du schon mal am Himmel Chemtrails gesichtet? Es gibt Menschen, die fragen, ob diese Chemtrails von Supermächten versprühte Giftwolken sind. Tatsächlich findet man da auch einiges im Internet dazu. Welche Fantasiespuren diese Kondensstreifen hinterlassen, die durch Flugzeugbewegungen am Himmel entstehen… Mich hat das zu keiner Zeit veranlasst, militärische Zwecke hinein zu interpretieren, die bis heute nicht eindeutig bewiesen sind. Wenn wir von SOZIAL sprechen, dann ist das nicht automatisch in der Bedeutung mit GUT gleich zu setzen!

Die Jüngeren unserer Gesellschaft sagen wieder, man müsse dem Gefühl wieder vertrauen und dem Glauben wieder glauben. Sie suchen sich ihren eigenen Weg durch alle Social Media Kanäle hindurch. Jede Generation sucht und findet ihren eigenen Weg, damit umzugehen und dieser ist auch recht unterschiedlich.

Das digitale Leben im Irak ist weiter fortgeschritten als bei uns in Deutschland.

WLAN hat für die Menschen dort höhere Priorität als Essen und Trinken. Blume besuchte ein Flüchtlingscamp im Irak und war erstaunt zu hören, dass Neuankömmlinge zuerst sich nach WLAN erkundigen, bevor sie Essen und Trinken zu sich nehmen. Das starke soziale Urbedürfnis veranlasst sie, zuerst wissen zu wollen, ob es den Angehörigen gut geht, bevor sie sich um sich selbst kümmern. Für uns ist das nicht nachvollziehbar.

Blume leitete – siehe Einleitung – die Evakuierung der 1.100 Yeziden in den Jahren 2015/2016. Aufgrund gewachsener Strukturen durch Religion, Tradition und Geschichte ihres Volkes, wurden sie bei ihrer Abreise im Rahmen eines Festes von einem Geislichen ihrer Religion gesegnet, damit sie sicher wissen, dass sie für die Geschehnisse nicht selbst schuldig sind! Dies entgegen Tradition und Religion, es sollte Selbstjustiz und Ehrenmorde verhindern. Die ersten Segnungen geschahen im Geheimen. Doch schnell wurden Fotos und Bericht über Facebook verteilt und aus geheimen Ritualen wurden große Feste, die weltweit bekannt wurden. Auch hier wieder die starke und nicht aufzuhaltende Sozialität im Urbedürfnis der Menschen.

Blume sprach eine Großmutter in einem Flüchtlingscamp an mit der Frage, ob sie jetzt Lesen und Schreiben lernen würde. Sie nahm ihr Smartphone zur Hand, öffnete WhatsApp und zeigte überglücklich, wie sie Sprachnachrichten verschickte, und sagte: „Wozu brauche ich Lesen und Schreiben? Ich habe ja Internet und Sprachnachrichten.!“

Nadia Murad, geboren 1993 in Sindschar im Irak, ist eine Überlebende des Genozids an den Jesiden 2014. Sie ist irakische Menschenrechtsaktivistin und seit September 2016 die erste „Sonderbotschafterin für die Würde der Überlebenden von Menschenhandel“ der Vereinten Nationen.

Wie die Interaktion von Menschen Veränderung und Erfolge gestaltet

  1. Gerade die neuen sozialen Medien sprechen unsere alten Emotionen an.
    Wir hungern nach Anerkennung und Interaktion. In Unternehmen braucht es mehr als Werte: Es braucht Integration und Zugehörigkeit!
  2. Gefühle werden wichtiger als es jemals war.
    Dies gilt in Teams, im Umgang mit Kunden, in der Produktentwicklung
  3. Soft und Hard Skills werden zu sozialen und rationalen Talenten
    Moderne Unternehmen brauchen beides!
  4. Öl sparen ist Dienst am Weltfrieden!

Du und ich gestalten die Veränderung und die Erfolge!

Der Vortrag von Blume eröffnete interessante Sichtweisen, denen es nach zu gehen gilt. Lasst uns dranbleiben, forschen, beobachten, Erkenntnisse teilen und uns daraus weiter entwickeln.
Kommunikation ist zur Verständigung der Menschen wichtig. Zersplitterung der Kommunikation passiert durch Rückzug einzelner. Woher leiten wir unsere Meinungsbildung ab? Wo gibt es Öffentlichkeit? Welchen Weg geht Werbung für Unternehmen künftig?
Es ist gar nicht so leicht, schnelle Antworten darauf zu finden…

Durch Beobachtungen vieler Jahre der gesellschaftlichen Entwicklung hindurch findet man eine Art Wellenbewegungen. Menschen leben in Wahrnehmungen in einer Art von „Blasen“. Innerhalb dieser Blasen ist das Verständnis ähnlich, da fühlen wir uns sozial zugehörig und finden Gleichgesinnte.

„Papa, wie seid ihr früher ins Internet gekommen, als es Smartphone und Computer noch nicht gab?“ fragt eine Tochter der aktuellen Zeit ihren Vater…

Wir sind alle Part of The Game und haben alle blinde Flecke!

Meine persönlichen Anmerkungen:
Der Trend unserer Lebensart hin zu einer immer größer werdenden Single-Gesellschaft entspricht nicht unseren Urbedürfnissen. Immer stärker werden Versuche, Kontakte aufzunehmen und neue dazu zu gewinnen. Aufgrund unserer sozialen Kognition ist das mehr als verständlich. Diese Beobachtungen finden sich auch in der Individualpsychologie nach Alfred Adler: Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen, der im Blick auf die Gemeinschaft agiert, sich zugehörig fühlen möchte und für das Funktionieren der Gesamtheit wichtig sein möchte. In Unternehmen ist dieser Weg der erfolgreiche: Wenn Potentialentfaltung möglich ist und Zugehörigkeit wächst, dann wächst auch Innovation und Erfolg des Unternehmens.

Herzlichst
Ute
Ermutigungscoach & Individualpsychologin

Hinterlasse mir Anmerkungen und Fragen gerne in den Kommentaren. Vielen Dank.