Wie du drei gute Dinge im Alltag neu schätzen lernst

Welcher Wochentag ist heute – vielleicht Montag? Es ist wieder so ein blöder Tag wie oftmals. Es läuft nicht rund. Immer wieder geht etwas schief. Es ist einer der Tage, an denen du denkst, es ist falsch gewesen, am Morgen aufzustehen und mich zur Arbeit zu quälen. Manchmal kreisen die Gedanken und fahren Karussell. Der Streit am Vorabend mit deinem Partner oder der Familie, du fühlst dich unverstanden. Abgelehnt. Stress am Wochenende. Niemand versteht dich.

Vielleicht liegen die letzten anerkennenden Worte schon eine Weile zurück? Und ausgerechnet heute, wo dein Selbstwertgefühl-Konto im Minus ist, da ist wieder der Montag. Und du lauerst förmlich darauf, dass wieder so ein flüchtiger Kommentar von irgendjemand kommt, damit du wieder weißt, der Montag taugt nichts. Du kennst solche Tage? Du fühlst dich wie im Loch.

So ein Loch ist halb so wild, wenn sich der Fußboden bald wieder hebt und der Rand zum Rausklettern nahe kommt!

Doch wenn du zu lange schon diese Flaute zur depressiven Routine gemacht hast, dann ist das nicht so einfach, aus dem Tief raus zu kommen. Ich weiß, wovon ich rede, denn vor ein paar Monaten hatte ich so eine Phase.

Alles was ich tat, schien nicht das Ergebnis zu bringen, was ich brauchte. Manchmal sprach ich mit Freunden und schüttete meinen Frust bei ihnen aus. Alles war blöd wochenlang. Ich sah nur unschaffbare Aufgabenberge und dass ich nicht mit den Anforderungen bestimmter Dinge klar kam. Ich sag nicht mehr, daß ich viele Begabungen hatte. Ich sah nicht, dass ich unglaublich vielseitig als Selbständige immer mit Lösungen nicht weit suchen mußte, wenn jemand ein Problem hatte. Nur jetzt ging es um mich, da ging einfach nichts mehr. Burnout? Nein, nicht schon wieder. Nicht ich und nicht jetzt!

Und mein Körper und Geist wollten kollektiv das Handtuch werfen.

Da wurde ich wach. Was würde ich meinen Klienten raten, wenn sie mit genau dieser Schilderung bei mir in die Beratung kämen? „Nur dein Tun bringt dich weiter!“ würde ich sagen.“Wie bitte… nur mein Tun bringt mich weiter?“ als ob genau mir das gelten würde. Ja genau, so einfach ist das! „Also los, wo kann ich etwas tun?“ sagte ich mir und überlegte.

Meine Situation würde sich durch TUN verändern, da war ich mir sicher. Also was gab es zu tun… Ich kenne die kleinen Aufgaben nur zu gut und ich weiß gut, wie diese helfen, sofort helfen. Es ist wie Erste Hilfe am Unfallort. Mein Unfallort war mein Loch. Und die Erste Hilfe? Hier ist sie: „Die drei guten Dinge!“ das war meine Erste Hilfe.

Also entschied ich mich sofort für Erste Hilfe am depressiven Loch.

Die Notfallambulanz bin ich diesmal selbt. Und auch DU kannst diese für deine Montage oder sonstige blöden Situationen mit den schwarzen Löchern sein. Du bist deine persönliche Notfallambulanz. Ich nahm einen Zettel heraus und begann aufzuschreiben: Drei gute Dinge. Jeden Tag. Abends geht es am besten. Und ich schrieb täglich.

Du meinst, das ist zu easy? Eine kinderleichte Übung kann’s nicht sein? Doch! So einfach kann Erste Hilfe sein, die wirkt! Binnen wenigen Tagen war ich voller neuer Ideen. Ich wägte ab, dieses oder jenes, was wäre wohl besser. Wobei habe ich mehr Freude? Und was passt besser zu mir und meiner Vielfalt, die ich täglich liebe? Dann entschied ich mich. Und ich kann dir sagen, bis heute hat mich dieser Antrieb nicht wieder verlassen.

Das depressive Loch – ES IST WEG!!! Einfach weg. Nicht mehr da.

Du kannt das auch. Was sind deine drei guten Dinge heute? Schreib sie auf. Jetzt. Fang an. Schreib sie jeden Tag auf! Es ist wie den Gedankentopf im Kopf reinigen. Denn genau das tust du damit. Jeden Tag. die guten Dinge ins Blickfeld holen. Nämlich so ins Blickfeld holen, daß du diese verstärkst, weil du sie aufschreibst.

Es ist wie ein Gute-Dinge-Turbo! Und den hast du verdient!

Was ist dein Gute-Dinge-Turbo? Schreib es mir! Hier in die Kommentare. Auf geht’s!
Ich wünsche dir ganz viele Tage mit den drei guten Dingen! Und ich wünsche dir, dass du zäh dranbleibst!
Herzlichst

Ute – dein Ermutigungscoach                                (Fotos Pixabay 14.08.2018)