Rituale geben uns Halt und Struktur

Warum es so spannend ist, sich mit Ritualen zu beschäftigen

Wir treffen im Leben oft auf Rituale.
Auf dem Foto oben siehst du singende Massai. Es ist ein Ritual, während des Singens senkrecht in die Luft zu springen.
Hier einige Beispiele von mir. Ich bin sicher, du findest noch mehr:

  • Die Amtseinsetzung eines Menschen mit wichtiger Funktion in feierlichem Rahmen
  • Friedensschluss unter Menschen oder Volkern unter einem bestimmten Ablauf
  • Die Taufe im Leben eines Menschen
  • Hochzeit, die Zeremonie der Trauung beim Standesamt und in der Kirche
  • die Beisetzung eines Verstorbenen und der vorausgehenden Trauerfeier und des “Trösters”,
    so nennt sich das Zusammensein der Hinterbliebenen und Freunde
  • Erinnerungsfeiern an bestimmte Ereignisse
  • Sylvester und Neujahrs Anfang, dabei mit Sekt oder Champagner auf die guten Wünsche anzustoßen.
  • Religiöse Feste wie Ostern, Pfingsten, Weihnachten
  • Eltern kennen das Ins-Bett-geh-Ritual für ihre Kinder
  • Einschulungstag für Erstklässler mit der Schultüte
  • Autogenes Training, ein hilfreiches Entspannungs-Ritual

Die elementare und strukturbildende Funktion eines Ereignisses nennt man Ritual. Es sind fest gelegte Handlungsabläufe. Oft sind diese traditionell bedingt. Oder sie haben einen juristisch fundierten Rahmen. Sie bieten Sicherheit, auch emotionale Sicherheit. Rituale vermindern Irritationen bei den Beteiligten. Sie vermindern Ängste, weil man schon weiß, was kommt. Zumindest kennt man den theoretischen Ablauf und kann diesem folgen.

Denken wir an Weihnachten: Feiertage, die religiösen Hintergrund haben und in Deutschland traditionell gefeiert werden.

Am Heiligabend besucht man die Kirche, in der eine geschmückte und mit Lichtern bestückte Tanne im weihnachtlichen Glanz erstrahlt. In den Häusern brennen Kerzen und andere Lichter. Manchmal ist das Fest für die Menschen nicht so einfach. Es nennt sich ein Friedensfest und doch haben Menschen dicke Probleme, Trauer oder Streit. Wihnachten fällt in die dunkle Jahreszeit, in der es wenig Tageslicht gibt und manchmal durch die Jahreszeit bedingt auch tagsüber recht düster ist. Dennoch feiert man diese Tage. Andere feiern mit ihren Familien traditionell mit Geschenken, lesen Geschichten und singen Weihnachtslieder, wie “Oh du fröhliche, oh du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit”. Meistens jedenfalls wird es heute noch gefeiert, und niemand streicht letztlich diese Tage aus seinem Kalender.

Hast du ein Morgen-Ritual, das dir gut tut?

Mit welchem Ritual startest du morgens in deinen Tag? Hast du einen bestimmten Ablauf, der jeden Morgen in etwa gleich ist? Dann hast du auch ein Ritual. Hast du eines, das dir gut tut?  Stehst du auf mit den GEdanken: “So ein scheiß Tag heute!” Oder “wenn dieser Tag nur schon vorüber wäre!” oder vielleicht “Immer dieser Montag!” Damit redest du dir selbst den ganzen Tag schlecht, der vor dir liegt. Du machst dir selbst schlechte Laune. Wenn eine Sache wartet, die dir nicht gefällt oder die dir schwer fällt, dann redest du das Problem größer, als es tatsächlich ist.

Mein 3-Minuten-Morgen-Ritual – ich lade dich zum Ausprobieren ein!

Morgens beim Wachwerden… oder wenn dein Wecker klingelt – mach die Augen auf! Ich habe eine Stehlampe am Bett, da knipse ich das Licht an. Vielleicht steckst du dir ein Kopfkissen unter, damit du langsam wacher wirst und nicht wieder einschläfst. Nimm dir drei Minuten Zeit! Wenn du Radio oder Musik hörst, mach es für diese drei Minuten aus und lass dich auf Stille ein. Ich schalte mir für diese Zeit den Timer am Handy ein, wenn die Zeit abgelaufen ist, darf es ruhig klingeln, nach drei Minuten. Strecke deine Arme und Beine aus. Setze oder lege dich entspannt hin.
Jetzt beginne mit der Atmung, atme langsam und ruhig tief in den Bauch hinein. Danach langsam ausatmen. Damit bringst du deinen Körper zur Ruhe und zur gleichen Zeit deine Gedanken. Und noch einmal: langsam und ruhig tief in den Bauch einatmen. Und langsam ausatmen. Und nun frage dich nebenbei: “Was bringt mir dieser neue Tag Gutes? Es ist wichtig, dass du nur an Gutes denkst und nur Gutes dir suchst!
Wenn dir etwas Kritisches oder Unschönes kommt, dann schiebe es weg. Stell dir vor, du nimmst einen Besen und kehrst das Kritische und Negative einfach zur Seite. Dort hat es seinen Platz, nicht vor dir, kehre es zur Seite. Hole dir das Gute und Schöne herbei und das, was dir gut tut. Immer wieder langsam und ruhig tief in den Bauch hinein einatmen. Und dann wieder ausatmen. Lass Bilder in dir entstehen, die dich an schöne und freudvolle Situationen erinnern. Prüfe deine Gedanken, nur an Gutes und Positives denken!

Und wenn jetzt der Wecker laut klingelt, öffne deine Augen,  dann stehe auf, freue dich auf den neuen Tag, gönne dir ein Lächeln, das dein Gesicht verschönert, und beginne deine gewohnten Abläufe, duschen, anziehen, frühstücken… danach gehst du im Idealfall froh gelaunt zur Arbeit, ins Büro oder erledigst andere Aufgaben. Wenn das noch neu für dich ist, so wird bei etwas Übung Zuversicht in dir wachsen und du schärfst deinen Blick, diese schönen Dinge in dir wach werden zu lassen und dich darauf einzulassen.

Was bringt dir das 3-Minuten-Morgen-Ritual?

Stimme dich mit deinem Morgen-Ritual positiv auf den vor dir liegenden Tag ein. Mach es dir zur Gewohnheit und nimm jeden Morgen diese drei Minuten Zeit der Stille für die Atemübung und die Suche nach dem Guten und Schönen.

  • Du wirst sofort eine Wirkung fest stellen und sammelst in Gedanken ein, was an dem neuen Tag Erfreuliches auf dich wartet.
  • Du stimmst dich positiv ein auf das, was heute auf dich zu kommt.
  • Du freust dich auf das Gute und Schöne im Leben
  • Du gehst körperlich aufrechter durch den Tag
  • Du findest zu mehr Lebensfreude
  • bei mehr Übung ist deine Lebensfreude ansteckend für dein Umfeld
  • Du wirst in deiner Persönlichkeit stärker
  • Du kannst besser zuhören
  • Du bist weniger kritisch
  • Du stärkst insgesamt dein Selbstbewusstsein
  • Du gewinnst innere Stärke

Das Morgen-Ritual bringt mir viel Gelassenheit für die Tagesaufgaben

Ich finde damit Vorfreude auf den neuen Tag und die Aufgaben darin. Heiterkeit liegt mir näher als Frust und negative Gedanken. Damit finde ich zu mehr Humor und gewinne viel Leichtigkeit für mein Tun. Und wenn Herausforderungen warten, die mir nicht leicht fallen? Wenn sich Probleme auftürmen und mich Sorgen beschäftigen? Dann finde ich Gelassenheit und komme zu starker innerer Ruhe.

Probiere es aus! Schreibe mir, was du damit erlebst. Schreibe mir auch deine Fragen. Schreibe bitte auch, wenn es nicht so klappt, wie es gedacht ist, ich antworte dir.
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Gute Erfahrung mit dem Morgen-Ritual wünsche ich dir!
Herzlichst
Ute – dein Ermutigungscoach