Was Mitarbeiter im Team verbindet, wie sie Markenbotschafter werden

Ein gemeinsames Ziel kann sein: Wandern, Schwimmen, Radfahren, Abnehmen, Interesse an Kräutern, Naturmedizin, Handarbeiten, Basteln, Musik. Für dieses Ziel bringt jeder sich ein und damit lernt einer vom andern. Gemeinsam holt man Spezialisten für Vorträge. Man plant Aktionen unter dem gemeinsamen Thema und hat zusammen Freude. Oder man fühlt sich gesünder, entwickelt Begeisterung an sportlichem Wettkampf. Es wird zusammen musiziert oder Konzerte besucht. Das Gemeinsame verbindet. Das Verbindende macht Spaß. Es fördert, dass Einzelne sich einbringen für ein schönes Miteinander. Für ein Unternehmen bedeutet es, Mitarbeiter zu haben, die sich mit dem Ziel bzw. Produkt identifizieren und so Markenbotschafter sind.

Jeder ist wichtig für das Funktionieren der gemeinsamen Zeit, so wächst die Zugehörigkeit

Genau das ist wichtig für das gemeinsame Arbeiten: Die eigenen Fähigkeiten einbringen, damit Teamarbeit funktioniert. Damit wird Zugehörigkeit erreicht und einzelne sind wichtig für das gesamte Ergebnis, im Falle des Unternehmens also wichtig für den gemeinsamen Erfolg. Die Neurowissenschaft beweist uns das wiederholt mit Studien.

Am Brand Day 2017 im Februar in Düsseldorf hat Carmen Brablec ein Beispiel gebracht: Mit den drei Werten „herausfordernd“, „ästhetisch“, „dynamisch“, die sich alle drei mit „Freude am Fahren“ verbinden, definieren viele Menschen heute in ihren Köpfen das bayrische Auto. Oder neutral gedacht: Man suche drei Werte, die zusammen passen und ebenso zum Produkt passen und sich im Verständnis damit gut verbinden. In der Folge dies konsequent mit Leben füllen, so entwickelt es sich zu einer Marke. Dann ist der Wunsch logisch als Folge, das ganze Unternehmen mit seinen Mitarbeitern auf diese Spur zu holen. Die Mitarbeiter füllen das Unternehmen und seine Produkte mit Leben. Das ist Markenbildung für das Produkt oder die Dienstleistung. Warum ist das so wichtig? Menschen kaufen bei Menschen und nicht bei Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, Mitarbeiter nicht mehr länger als funktionierendes Rad im System der Produktion zu sehen, sondern sie mit ihren Fähigkeiten als Persönlichkeit zu integrieren und für das Funktionieren der Gemeinschaft die ermutigende Weichenstellung vorzunehmen. Es braucht immer zwei, die Führungsverantwortlichen und die Mitarbeiter im Team ebenso.

Mitarbeiter sind Botschafter und tragen die Werte in Verbindung mit dem Produkt in die Welt

Überlegen wir uns also gut, wofür wir künftig stehen wollen! Dies gilt für Mitarbeiter genauso wie für die Unternehmensleitung. Hast du Werte im Unternehmen? Findest du als Mitarbeiter Werte im Unternehmen? Und lebst du das selbst, ganz persönlich? Die Fahne damit beschriften reicht leider nicht aus, wenn wir der Werte Theorie keine Taten folgen lassen. Und wiederum sind wir bei der alten Weisheit: Nur dein Tun bringt dich weiter!

Gelebte Werte formen die Marke

Wenn Unternehmen ihre Werte entwickeln möchten, helfe ich unterstützend dabei. Dann ist es gut, aus Führungskräften und Mitarbeitern ein Team zu bilden. Einige grundsätzliche Fragen können im größeren Kreis abgefragt werden und das Team arbeitet mit den Ergebnissen daran weiter. Es ist ein Prozess, der bis hin zur Außenwerbung Einfluss hat. Der Erfolg stellt sich längerfristig ein. Neues Kundeninteresse findet sich und bessere Mitarbeiterbindung ermöglicht eine Besserung des Arbeitsklimas. Es lockt junge Mitarbeiter und Auszubildende und macht neugierig auf ein interessantes Unternehmen, in dem Arbeiten begeistert und Spass macht.

Werte brauchen Klarheit in der Definition

Was genau meine ich mit den Worten, mit denen ich die angestrebten Werte definiere? Darüber muß man schon mal länger nach denken. Die Schwarmintelligenz des Unternehmens selbst wird dabei helfen, Worte zu finden, die im Verständnis von allen mitgetragen werden können. Es muß nicht mit Perfektion schon vorhanden sein, manche Werte entwickeln sich aus dem Bedürfnis heraus. Was brauchen die Mitarbeiter? Was wäre nice to have? Was ist realistisch möglich und umsetzbar? Frage deine Mitarbeiter! Werte können und dürfen sich auch weiter entwickeln.

Werte müssen ECHT sein

Gerade schon am Anfang dieser Neuausrichtung im Miteinander des Unternehmens müssen die Werte echt sein. Jeder muß mit der Seele diese vertreten können und sich gut dabei fühlen. Es wird dazu führen, dass künftige Bewerber schon bei der Einstellung geprüft werden, ob sie die Wertehaltung am künftigen Arbeitsplatz leben wollen. Wenn ein Bewerber nicht paßt, ist ein NEIN manchmal besser, als später einen „Saboteur“ im Team zu haben. Unweigerlich werden Führungskräfte und Mitarbeiter sich weiter entwickeln hin zu einem wertschätzenden Miteinander. Insgesamt wird nur so Unternehmenserfolg in der Zukunft sich einstellen. Eine gute Wertekultur wird Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit bringen.

Werte haben Relevanz für das Unternehmen und die Kunden

Wie wichtig dieses Thema ist, wird uns klarer, wenn wir dies ernst nehmen: Menschen kaufen bei Menschen und nicht bei Unternehmen! Früher sprachen wir vom Verkaufsgespräch, heute ist es Beziehungsaufbau zum Kunden. Wenn ein Mitarbeiter keine Beziehung zum Team und dem Unternehmen aufbaut, dann wird er kurzfristig auf dem Absprung zum Mitbewerber sein. Menschen bringen ihre Fähigkeiten dort ein, wo sie sich integriert fühlen. Sie möchten bezüglich ihren Arbeitsaufgaben sich nützlich und auch wichtig fühlen, das ist die Voraussetzung zur persönlichen Entwicklung.

Werte müssen ÜBERSETZBAR sein

Wählen wir für die Werte Worte aus, die verständlich sind in der Bedeutung. Die Schwarmintelligenz des Unternehmens anzapfen, ist auch hierbei hilfreich. Für alle verstehbar und im Alltag lebbar, das ist Voraussetzung und gleichzeitig das Ziel. Kurze und verstehbare Worte wählen, ist eine Hilfe. Wenn ein Unternehmen eine ganze DIN A 4 Seite braucht, ihre Werte zu erläutern, dann ist vielleicht bei deren Entwicklung etwas schief gelaufen. Möglichkeiten, an den Werten dran zu bleiben, gibt es viele. Einen Arbeitskreis bilden, Werteposter erstellen, kleine inhaltliche Posts usw. können die Werte „übersetzen“ bzw. ins alltägliche Geschehen transportieren. Noch besser sind Erfahrungen damit, die man sammeln kann. Das ist die Übersetzung in den Alltag! Damit ist sicher gestellt, dass jeder Mitarbeiter es nicht nur verstanden hat, sondern auch bemerkt, in welchen Situationen die Werte gelebt und erlebt werden.

Bist du schon Markenbotschafter? oder was fehlt dir dazu, dass du einer bist?

Wann startest du mit deinen Werten? Welche Werte wählst du für dich und dein Leben aus?
Ich bin gespannt auf deine Meinung dazu in den Kommentaren.

Herzlichst
Ute – dein Ermutigungscoach

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