Umarmen ist magisch in der Wirkung

Kennst du das auch: Wir besuchen Feste, kaufen eine Bratwurst hier, schlecken Zuckerwatte und gebrannte Mandeln dort. Wir rennen zu Konzerten und süffeln Cola oder Sekt in der Pause. Wir bummeln durch die City und Shoppen fast ohne Ende. Bald geht es auf Weihnachten zu und auf den Weihnachtsmärkten finden wir ein ähnliches Spiel. Wir tauchen ein in den akustischen Rahmen adventlicher und weihnachtlicher Musik. Wir schauen uns das jahreszeitliche Ritual weihnachtlicher Dekoration an in den Schaufenster Auslagen, an den Ständen des Weihnachtsmarktes und in den Straßen. Was aber brauchen wir wirklich? Den Rausch von Musik? Den glimmernden Eindruck, an dem wir dick eingemummelt vorüber gehen?? Oder ist es eher die persönliche Begegnung mit Menschen, ganz individuell? Ist es die Nähe und Berührung, die wir uns in Freundschaft und Beziehung schenken können – wenn wir es wollen? Und vielfach kranken diese Beziehungen gerade daran, dass wir uns nicht mehr in den Arm nehmen. Sie entbehren die Nähe und Berührung, die uns sooo guuut tut, WENN wir uns diese schenken würden!

Wieviel Umarmungen wir brauchen, sagt Virginia Satir:

Wir brauchen Umarmungen:
4 mal täglich zum Überleben,
8 mal zum Gutfühlen,
12 mal zum inneren Wachstum

Virginia Satir ist Familien- und Psychotherapeutin. Ihr lag daran, dass Menschen sich selbst verstehen und auch andere verstehen. Damit wir ein gutes Miteinander haben. Sind es denn nun VIER, ACHT, oder gar ZWÖLF Umarmungen, die uns sozusagen am Leben erhalten? Was denkst du?

Ich weiß von mir selbst, liebevolle Berührungen sind eine ganz besondere Medizin. Sie sind ohne Nebenwirkungen, sorgen für mein Wohlbefinden, schenken Trost und das Entspannen fällt leichter. Unter Freunden und Familienangehörigen mag ich die Umarmung als Berührung. Und sie erfordert ganzen Körpereinsatz, das Ausbreiten der Arme, sie bringt Nähe. Sie verleitet dazu, für einen kurzen Moment sogar die Augen zu schließen.

Was passiert im Körper, wenn wir umarmt werden?

Der ganze Körper profitiert davon, das ist schon mal sicher!
Also… du wirst umarmt und dabei schüttet dein Körper das Wohlfühlhormon Oxytocin aus. Dies Oxytocin baut Stress ab und gleichzeitig soll es mit Gefühlen wie Liebe und Vertrauen in Verbindung stehen. Und es soll emotionale Bindungen verstärken. Neben Oxytocin schüttet unser Gehirn noch mehr aus, nämlich Dopamin und Serotonin, das sind DIE Glücklichmacher unseres Körpers, sie hellen sofort die Stimmung auf undkönnen langfristig Depressionen vorbeugen.
Fazit: Wir werden weniger krank!

Unser „emotionales Team“ in unserem Körper

Wundersam ist die Reaktion auf Umarmung und Berührung in unserem Körper. Wie ein „emotionales Team“ in uns selbst wird die vorgenannte Hormonausschüttung aber noch ergänzt: Wenn wir jemanden umarmen oder zurück umarmen, regt dieser physikalische Kontakt in unserer Haut sogenannte Druckrezeptoren an, die sofort Signale an den Vagusnerv als Teil des Parasympathikus aussenden. Dieser reguliert Stress wie eine natürliche „Handbremse“ und sorgt dafür, dass wir in bessere Balance kommen. Sofort spürbar ist dieser Effekt! Der Vagusnerv ist mit vielen Nervenfasern verbunden und beeinflußt deutlich die Regulierung von Körperfunktionen. Erhöhter Blutdruck – durch z. B. Stress – kann sinken, beschleunigter Herzschlag kann sich reduzieren. Das bedeutet, durch eine Umarmung verabreichen wir ein sehr schnell wirkendes Medikament und der Empfangende kann sich rasch entspannen! – Wie genial ist das!!

Umarmung bedeutet in „Fühlsprache“: Ich fühl mich gut!

Wie schnell  das Medikament UMARMUNG wirkt, wurde von Wissenschaftlern in Japan unter Leitung von Hidenobu Sumioka untersucht (den Link dazu habe ich nur in Japanisch gefunden).  In einem Experiment wurde eine 15-minütige Konversation zwischen Probanden und ihren Partnern nachgestellt. Dann erhielten einige der Probanden eine Umarmung, die anderen nicht. Danach wurde den Probanden Blut abgenommen. Die „Umarmten“ zeigten einen deutlich gesunkenen Kortisol-Spiegel im Blut. Das ist ein direkter Hinweis, dass sich Stress reduziert hat. Gesunde Kortisolwerte stehen im Einklang mit einem gut funktionierenden Immunsystem.

Umarmen geht so weit, daß in der Tiefenwahrnehmung nicht nur ein positives Gefühl entsteht, sondern auch das Selbstwertgefühl sich verbessert. Es läßt vermuten, daß Krankheiten gerade im psychosozialen Bereich sich verbessern und eine Verhaltensänderung unterstützen und begünstigen können.

Fazit: Öfters Umarmen und Händchenhalten

Umarmungsmangel macht also krank. Wieviele Umarmungen sind notwendig, um nachhaltig gesund zu bleiben? So genau definieren kann es bis heute niemand.
Aber fest steht: Wer umarmt, zeigt MUT! Wer umarmt, zeigt menschliche Nähe und wagt Vertrauen!
Umarmungen und liebevolle Berührungen helfen uns, in Krisensituationen stabil zu bleiben, innere Kräfte zu aktivieren, und gesund zu werden und zu bleiben.
Zum Selbstwertgefühl habe ich mein gratis E-Book erstellt, das dir sofort Hilfe schafft!  Hier geht’s zum Download!!
Ic
h persönlich umarme gerne meine Freunde und begrüße Bekannte und Geschäftskontakte mit Händegruß. Und wenn du in einer Beziehung lebst – gehe verschwenderisch mit Berührung und Umarmung um: Deinem Partner gegenüber, deinen Kindern gegenüber und letztlich auch dir selbst gegenüber, berühren ist positive Medizin! Genieße es von jetzt ab noch mehr, wenn dir jemand eine Umarmung schenkt! Du tust dir und dem andern etwas Gutes! Und – Sparen ist das Falscheste, was du tun kannst!

Herzliche Grüße
Ute – dein Ermutigungscoach